Geldmarktfonds sind eine hervorragende Alternative zu Festgeld oder Tagesgeld.
Geldmarktfonds werden von Investmentbankern häufig dazu genutzt, hohe Liquiditäten sicher, flexibel und rentabel unterzubringen.
Hohe Liquiditäten enstehen bei Investmentfonds und Fondsgesellschaften insbesondere deshalb, weil man sich in unsicheren Zeiten gegen mögliche Kursverluste absichern will und die Liquidität benötigt um dann durch Zukäufe reagieren zu können.
Geldmarktfonds stehen dabei ganz oben auf der Liste der Banker, weshalb Geldmarktfonds einen nicht unerheblichen Aufschwung erleben.
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Geldmarktfonds sind sicher
Geldmarktfonds sind Fonds, die in festverzinsliche Anlagen mit bis zu einem Jahr Laufzeit investiert sind. Wegen der kurzen Laufzeiten unterliegen diese festverzinslichen Anlagen im Gegensatz zu lang laufenden Anleihen nur minimalen Kursschwankungen. Wertverluste sind also nicht zu befürchten. Geldmarktfonds gehören somit zu den stabilsten Investments überhaupt - dies konstatieren regelmäßig auch die Profis am Börsenparkett.
Geldmarktfonds sind rentabel
Durch die Anlage in festverzinslichen Papieren sind die Fonds stark an das Niveau der Leitzinsen der EZB gebunden und profitieren schneller von der Erhöhung der Leitzinsen als etwa das
Tagesgeld. So hat, um nur ein Beispiel zu nennen, die
ING Di-Ba erst zwei Monate nach dem letzten Zinsschritt die Zinsen um 0,25% auf 3,25% p.a. fürs Tagesgeld erhöt. Somit verging viel Zeit und die Anleger profitierten erst sehr spät von den höheren Leitzinsen.
So attraktiv wie lange nicht
Geldmarktfonds sind so rentabel, wie seit 2001 nicht mehr - mit durschnittlich 4,28% p.a. Zins oder Kupon sind die Geldmarktfonds attraktiver als die meisten
Tagesgeldkonten. Mittelfristig gehört ein Geldmarktfonds in jedes Depot, da sich die Zinsen positiv entwickeln werden. So ist laut Aussage der meisten Fachleute eine weitere Anhebung der Leitzinsen im September sehr wahrscheinlich und damit dürften die Geldmarktfonds in kürzester Zeit weiter an Attraktivität gewinnen.
Der Geldmarkt
Geldmarktfonds sind die Eintrittskarte für den privaten Anleger zum Geldmarkt, auf dem sich nur institutionelle Anleger, wie Banken und Investmentfirmen, finden. Der
Geldmarkt ist tatsächlich ein Markt für Bargeld: für liquide Mittel. Der größte Teilnehmer ist nicht etwa die Citibank, als größte Bank der Welt natürlich eine der üblichen verdächtigen, oder eine der großen Invenstmentfirmen wie Goldmann-Sachs oder die DWS, sondern die Zentralbank, EZB. Die europäische Zentralbank hat dabei das Ziel, das sog. Zentralbankgeld anzubieten. Die EZB will damit Einfluss auf die geschäftlichen Möglichkeiten der Banken nehmen, insbesondere was die Möglichkeiten zur Kreditvergabe angeht. Der Geldmarkt ist für die Zentralbank ein wichtiges Instrument für die Geldpolitik, und kann eine absichtliche Verknappung der Geldmenge ebenso zur Folge haben, wie auch eine künstliche Steigerung der Geldmenge. Letztlich ist diese Vorgehensweise eine Grundvorraussetzung für die Stabilität und Sicherheit des Bankensystems.
Investmentfonds, Investmentfirmen und andere institutionelle Anleger nehmen am Geldmarkt teil, um sich kurzfristig liquide Mittel zu beschaffen oder um Geldmittel anzulegen. Die Sicherheit des Marktes, die oberstes Ziel der Zentralbank darstellt, macht diesen Markt damit äußerst attraktiv für alle kurz- und mittelfristigen Anlagen. Insbesondere mit steigenden Zinssätzen, ursächlich dem Leitzins, steigt auch die Rendite am Geldmarkt. Die Rendite übersteigen selten das Potential von Aktien oder Optionsscheinen, sind aber dafür auch nicht mit dem Risiko des Totalverlustes behaftet.
Wertpapiere
Die Wertpapiere, die auf dem Geldmarkt gehandelt werden, und damit auch in
Geldmarktfonds enthalten sind, sind Anleihen, Termingelder und Schuldscheindarlehen.
Anleihen
Anleihen werden in Geldmarktfonds aufgenommen, weil es sich hierbei um ein Zertifikat handelt, welches für die Überlassung von Fremdkapital, also einem Kredit, einen Zins garantiert. Es ist also eine festverzinsliche Anlage, die im Gegensatz zur Aktie kein Eigenkapital an der Firma des Schuldners erwirbt. Man unterscheidet dabei verbriefte von unverbrieften Anleihen; in Geldmarktfonds finden sich zwar beide Formen wieder, dennoch werden auf dem Geldmarkt überwiegend die unverbrieften Anleihen gehandelt.
Termingelder
Geldmarktfonds bedienen sich oft der sog. Termingelder. Dies sind in der Regel Festgelder oder Kündigungsgelder. Während die Festgelder, Termingelder mit einer festen Laufzeit, sich sehr häufig in Geldmarktfonds zu finden sind, ist die absolute Zahl an Kündigungsgeldern doch relativ niedrig einzuschätzen. Kündigungsgelder haben keine feste Laufzeit, sondern ein festes Kündigungsdatum. Der Zinssatz ist dabei meist variabel, kann aber auch fest ausgehandelt sein. In Geldmarktfonds spielen die Festgelder die größere Rolle.
Schuldscheindarlehen
Schuldscheindarlehen haben nichts mit den Schuldscheinen zu tun, die man als Privatmann in früheren Zeiten eventuell hat ausstellen können. Hierbei handelt es sich um große Darlehen, die von Versicherungsgesellschaften oder großen Kapitalgesellschaften an Großunternehmen oder Gesellschaften des öffentlichen Rechts gewährt werden. Der Vertrag über das Schuldscheindarlehen wird dabei meistens nicht direkt abgeschlossen sondern in der Regel über einen dritten. Hierbei treten zumeist Banken als Vermittler auf. Die typischen Volumina liegen oberhalb von 10 Millionen Euro und gehen häufig bis zu einer Summe von 100 Millionen Euro.
Rentabilität
Geldmarktfonds profitieren von den hohen Zinsen, die der Geldmarkt vorhält. Die direkte Anbindung an die Leitzinsen erfüllt den Anspruch an Sicherheit, Rentabilität und Flexibilität und sind damit das ideale Instrument für den privaten Anleger Liquidität kurz- bis mittelfristig lukrativ unterzubringen. Natürlich sind die erzielbaren Renditen nicht mit dem Potential von Aktien oder Aktienfonds zu vergleichen - haben aber ein wesentlich niedrigeres Risiko. Auch
Hedgefonds haben sicher ein höheres Renditepotential, auch wenn hier ebenfalls die höheren Renditechancen im Vergleich zum Geldmarktfonds durch ein höheres Risiko erkauft werden. Gleiches gilt in diesem Zusammenhang auch für
Schiffsbeteiligungen die sich ,trotz einiger Risiken, einer steigenden Beliebtheit erfreuen - der Steuervorteil macht hierbei sicher einiges aus.